Schönes Leben?

Suhrkamp Verlag, erster Band der neuen Buchreihe "Bibliothek der Lebenskunst"

Frankfurt/M. 2000, 6. Auflage 2004, 182 Seiten, gebunden, 15,80 Euro

ISBN 3-518-41207-8

Taschenbuch 2005, 4. Auflage 2015, 7 Euro 50, ISBN 3-518-45664-4

Neue Ausgabe 2017

Übersetzungen: Lettisch (2001), Niederländisch (2001, 8. Auflage 2005), Serbisch (2001)), Italienisch (2007), Koreanisch (2017)

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Kurzinformationen

Lebenskunst? Das Zeichen des modernen Lebens ist die fehlende Lebenskunst, denn dazu hat es der Moderne zu sehr an Muße gefehlt. Statt diesen Zustand tränenreich zu beweinen, geht es hier um die Arbeit an einer neuen Lebenskunst – für die Kultur einer anderen Moderne. Die Philosophie kann dazu einen Beitrag leisten, wenn sie ihren traditionellen Bezug zur Kunst, das Leben zu meistern, wiederentdeckt. Die Exkursion in die Philosophie erfolgt genau in dem Moment, in dem die Existenz in Frage steht. Das Denken entfaltet sich angesichts des Abgrunds an Verzweiflung, der sich auftut. Mögen die Gründe dafür individuelle oder gesellschaftliche sein: Selbst in der besten aller Welten, sollte es sie jemals geben, wird sich das Leben wohl nicht von selbst verstehen. Das Leben leben zu können, bleibt immer den Individuen selbst überlassen. Die Frage "Was soll ich tun?" hat hier keinen moralischen, sondern einen existenziellen Sinn und zielt auf eine Kunst der Existenz. Mit der Frage wird bereits der erste Schritt zur Aneignung des Lebens gemacht, um aus dem abstrakt erscheinenden Leben ein eigenes Leben werden zu lassen.

Das Buch bietet eine Exkursion in den Raum der Philosophie, in dem die Frage nach dem Leben gestellt werden kann, um die Antwort zu suchen, die das Lebenkönnen wieder ermöglicht. Dazu dient das Nachdenken über den Umgang mit Gewohnheiten, Lüsten, Schmerzen, Zeit und Tod, über Künste der Ironie, des "Negativdenkens", der Gelassenheit, über eine ökologische Lebenskunst und eine "Lebenskunst im Cyberspace", um auf die entscheidenden Herausforderungen der Zeit zu antworten. Einige Auszüge aus der ausserordentlich erfolgreichen "Philosophie der Lebenskunst" von Wilhelm Schmid werden um neuere Reflexionen über Gesundheit, Heiterkeit und Glück ergänzt. Unter dem Aspekt einer Ästhetik der Existenz erscheint die alte Formel "Sich ein schönes Leben machen" wieder neu, wie dies Lebenskünstlern gerne nachgesagt wird, hier aber eine etwas ungewöhnliche Bedeutung gewinnt.

 

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Inhalt

 

Vorwort

  • "Exkursion in die Philosophie": Edward Hoppers Bild

  • Warten auf das Leben und die Suche nach einer neuen Lebenskunst

  • Einige Grundfragen der Lebenskunst und das finale Argument

  • Arbeit der Sorge: Das Netz der Gewohnheiten knüpfen

  • Aufhebung der Sorge: Die Lüste geniessen

  • Anstoß zur Sorge: Vom Sinn der Schmerzen

  • Äußerste Sorge: Vom Leben mit dem Tod

  • Grundlegende Technik: Die Zeit gebrauchen

  • Experimentelle Technik: Auf den Versuch hin leben

  • Technik des Umgangs mit Affekten: Kunst des Zorns

  • Technik des Umgangs mit Widersprüchen: Kunst der Ironie

  • Technik der Umkehrung: Negativ denken

  • Aussetzen von Lebenskunst: Melancholie

  • Einsetzen von Lebenskunst: Gelassenheit

  • Der Lebensstil des ökologischen Selbst

  • Lebenskunst im Cyberspace

  • Fitness? Wellness? Gesundheit als Lebenskunst

  • Die Wiederkehr der Heiterkeit: Zur Rehabilitierung eines philosophischen Begriffs

  • Der Weg zum Glück und die Kunst, dem Leben Sinn zu geben

  • Das Ziel der Lebenskunst: Sich ein schönes Leben machen

  • Textnachweis

 

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Cover

 

 

 

 

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Rezensionen

 

"Trotz mancher Pathosformel pflegt Schmid einen luziden, eingängigen Stil bar jeder intellektuellen Verstiegenheit."

(Martin Scherer in FOCUS 5/2001)

 

 

"An die antike Lebenskunst anknüpfend, soll der philosophischen Tradition der Selbstsorge in einer Zeit wieder Aufmerksamkeit verschafft werden, die allzu sehr vom schnellen Tun geprägt ist und zu wenig über das geglückte Sein nachdenkt."

(Ursula Pia Jauch in der Neuen Zürcher Zeitung)

 

 

"Die Lebenskunst selbst erhält für Schmid eine eigene ethische Dimension, die nicht zuletzt deshalb nötig wird, weil die Geschichte der Ethik eigentlich eine Geschichte ihres Scheiterns darstellt."

(Hans-Martin Schönherr-Mann im Deutschlandfunk)

 

 

"Sein Buch sieht Schmid als Generalangriff gegen die vorherrschende Tendenz der universitären Philosophie, möglichst abstrakte Wissenschaftstheorien zu formulieren, die das konkrete Leben des Individuums ausklammern."

(Nikolaus Halmer im Österreichischen Rundfunk ORF 1)

 

 

"Das Buch ist so schön gestaltet, dass man es gern jemandem zum Geburtstag schenken möchte."

(Schamma  Schahadat in der Süddeutschen Zeitung)

 

 

"Es geht Schmid um die Bildung einer Alltagsethik, um die Frage, wie der Mensch in der Moderne mit all ihren Widersprüchen existieren kann."

(Kerstin Schneider in der Ärztezeitung) 

 

 

"Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird das Buch sehr schnell zu jener Gattung Lektüre avancieren, der ein Sonderplatz in der eigenen Bibliothek gebührt".

(Kristine von Soden im Südwestrundfunk 2)

 

 

"Dieses Buch ist wirklich ein Ratgeber für all die Menschen, die die Nase voll haben von Gruppentherapeuten, Psychozeichendeutern, Heilern und Sportschulpropheten."

(Jan-Hendrik Bakker in De Haagsche Courant)

 

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