Reinhold Messners Philosophie:

Sinn machen in einer Welt ohne Sinn

Herausgegeben von Volker Caysa und Wilhelm Schmid

Edition Suhrkamp, Band 2242, Frankfurt a.M. 2002, 3. Auflage 2005. 

230 Seiten, Taschenbuch, 10 Euro

ISBN 3-518-12242-8

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Kurzinformationen

"Ich bestreite, dass es im menschlichen Leben einen vorgegebenen Sinn gibt. Der Sinn fällt nicht vom Himmel. Die allermeisten, die Sinn brauchen, bemühen eine Religon oder eine Sekte. Damit beginnt die Fremdbestimmung. Mir wächst Sinn zu, indem ich mich für etwas – einen Menschen, ein Tun – begeistere, wenn ich mit Vehemenz ein Ziel verfolge." (Reinhold Messner)

Reinhold Messner, Jahrgang 1944, Grenzgänger, Autor, Bergbauer, ist ein Phänomen: Seit 30 Jahren gehört er zu den erfolgreichsten Bergsteigern der Welt. Bei seinen 3.500 Bergfahrten hat er etwa 100 Erstbesteigungen durchgeführt, alle 14 Achttausender bestiegen und zu Fuß die Antarktis, Grönland der Länge nach, Tibet und die Wüste Takla Makan durchquert.

Der von den Philosophen Volker Caysa und Wilhelm Schmid herausgegebene Band versucht, die Philosophie, die in Messners Anliegen erahnbar ist, auszuloten, sie in Bezug zu setzen zu seiner Kunstauffassung, die das Bergsteigen, ja sein ganzes Leben zur Kunst erklärt: In Gesprächen, in Texten von und über Messner wird dessen Philosophie der Lebenskunst sichtbar.

 

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Inhalt

 

Vorwort: Lebenskunst oder extreme Existenz? Das Beispiel Reinhold Messner

Der Grenzgang beginnt im Kopf... Ein Interview mit Reinhold Messner

Volker Caysa: Auf der Suche nach den Grenzen des Daseins. Vom Extrem-Sein

Reinhold Messner: Direttissima – oder Mord am Unmöglichen: "Man nagelt viel zu viel und klettert viel zu wenig"

Helga Peskoller: Bergeinsamkeit. Messners Scheitern am Nackten Berg – eine Dekonstruktion

Reinhold Messner: Selbstverwirklichung

Wilhelm Schmid: Performance am Südpol. Versuch über Messners Form von Lebenskunst

Wie man leben lernt und Träume Realität werden lässt: Gespräch mit Reinhold Messner auf Burg Juval, Südtirol

Bibliographie: Publikationen von und über Reinhold Messner

Textnachweise

Zu den Autoren

 

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Rezensionen

 

"...dann - ja dann spricht auch nix mehr darwider, dass die berühmt-irisfarbene edition suhrkamp nach ihrem Band 1 (Brecht, Galilei) und Band 12 (Wittgenstein, Tractatus) und Band 91 (Adorno, Jargon der Eigentlichkeit) sich jetzt halt auch weit jenseits dieser Kritik von Eigentlichkeits- und Innerlichkeitsgedudel mit Band 2242 und Messners neuer Sinngebung so paradigmen-wechselhaft wie ultimativ vollendet."

(Eckhard Henscheid in der Frankfurter Rundschau)

 

"Wer sich ernsthaft auf Messner (und dieses Buch) einlässt, so wohl die Hoffnung der Autoren, möge mit Spätfolgen rechnen: Die Auseinandersetzung mit sich selbst könnte unter Umständen härter, fordernder werden."

(Hans-Dieter Schütt im Neuen Deutschland)

 

"Der Versuch, Messners 'extreme Existenz' als Lebenskunst zu begreifen, ist keineswegs abwegig. Allerdings ist es im Gegensatz zu Messners Alpinstil ziemlich schweres Gepäck, mit dem der Band seinen Heros befrachtet."

(Ludger Lütkehaus in der ZEIT)

 

"Ein ums andere Mal schlittern die Texte knapp am Dadaismus vorbei, wenn Messners 'Risikotechniken' seziert werden und man ihn als 'pragmatischen Romantiker' verklärt - eine Art Bruce Chatwin der Vertikalen."

(Christian Kortmann in der Süddeutschen Zeitung)

 

"Es verblüfft, wie viel Bergsteigen und Philosophieren - entgegen dem ersten Eindruck - miteinander zu tun haben."

(Andreas Ammer im Bayerischen Rundfunk)

 

"Für den Suhrkamp Verlag freilich bedeutet es schon eine kleine Revolution, einem philosophierenden Bergsteiger Einlass zu gewähren ins exklusive Programm. Messner ist durchaus ein Philosoph, auch wenn so mancher intellektuelle Zeitungsschreiber ihm diesen Titel missgönnt."

(Susanne Mack im MDR Kultur)

 

"Drei profilierte Philosophen bergnaher Denk- und Lebenskunst: die Berg-Denkerin Helga Peskoller, der Sportphilosoph Volker Caysa und Wilhelm Schmid, lebenskünstlerischer Bestsellerautor, haben Messners Philosophie zum Thema eines instruktiven Sammelbandes gemacht."

(Ludger Lütkehaus in der Neuen Zürcher Zeitung)

 

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