Mit sich selbst befreundet sein

Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst

Suhrkamp-Reihe "Bibliothek der Lebenskunst"

Frankfurt/M. 2004, 3. Auflage 2004

433 Seiten, 19 Euro 80

ISBN 3-518-41656-1

Taschenbuch 2007, 9. Auflage 2016, 467 Seiten, 12 Euro

ISBN 978-3-518-45882-2

Übersetzungen: Niederländisch (2004, 3. Auflage 2006),

Italienisch (2012)

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Kurzinformationen

Einst hielt es die Philosophie für ihre vornehmste Aufgabe, Menschen zu einem bewussten Verhältnis zu sich und ihrem Leben anzuleiten – um auch zu einem angemessenen Umgang mit anderen in der Lage zu sein. Die moderne Philosophie hat darauf weitgehend verzichtet, als verstünde sich der Umgang mit sich von selbst; als könne nur der Umgang mit anderen ein seriöser Gegenstand der Ethik sein. Schmid knüpft an die große Tradition der Philosophie wieder an: „Mit sich selbst befreundet sein“, davon sprach schon Aristoteles. „Lebenskunst im Umgang mit sich selbst“: Das ist die Tradition Senecas, Montaignes und Nietzsches. Heute erscheint das Selbst als wunder Punkt im Geflecht der Zeit, als größte Schwachstelle der modernen Gesellschaft. Es hat sein Selbstverständnis verloren, das aus vormoderner Tradition, Konvention, Religion stammte und noch weit in die Moderne hineinragte. Schmids Buch handelt vom Umgang mit sich selbst und wie er erlernt werden kann, ausgehend von der existenziellen Erfahrung der Angst und der möglichen Antwort darauf. Kaum ein Aspekt wird dabei außer Acht gelassen. Seit langem hat kein Philosoph mehr so gründlich und umfassend, so systematisch wie poetisch über das Verhältnis des Einzelnen zu sich selbst nachgedacht. Zugleich ist ein Buch über die „Frage nach dem Sinn“ daraus geworden, von der moderne Menschen so sehr umgetrieben werden. Ein Vademecum für das Leben in moderner Zeit, um den Umgang mit sich selbst neu zu gestalten und zum Ausgangspunkt für die Arbeit an einer andersmodernen Gesellschaft zu machen.

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Inhalt

 

Einleitung

 

Von Ängsten und von Künsten. Über den Anfang der Lebenskunst

  • Am Anfang ist die Angst...

  • Mit der Angst beginnt die Lebenskunst

  • Schwach sein können, versagen dürfen

  • Lebenshilfe? Was es heißt, „eine Philosophie zu haben“

  • Hilfestellung des Intellekts: Kynische, nicht zynische Lebenskunst

  • Die Kunst in der Lebenskunst

  • Ist das Leben ein Spiel?

Von der Sorge für sich selbst

  • Beziehung zu sich selbst? Die Fremdheit des Ich im Umgang mit sich

  • Selbstaufmerksamkeit, Selbstbesinnung, Selbstgespräch...

  • Erkenne dich selbst! Aber was heißt das?

  • Selbstkenntnis und Hermeneutik des Selbst.

  • Arbeit an innerer Festigkeit: Selbstgestaltung, Selbstmächtigkeit

  • Selbstvertrauen, Selbstfreundschaft, Selbstliebe

  • Sorge um Freiheit: Ist eine Selbstbestimmung wirklich möglich?

  • Sorge um Wahrheit: Was ist das „wahre Sein“?

  • Sorge um Schönheit: Plädoyer für eine ästhetische Ethik

  • Sorge um Gerechtigkeit: Von der Gerechtigkeit des Selbst gegen sich

  • Selbstmanagement in der Servicegesellschaft

  • Das elektronische Subjekt: E-Mail, E-Life, E-Government

  • Existenz und Subsistenz: Arbeit an sich selbst und Erwerbsarbeit

  • Unbesorgtheit, Selbstvergessenheit, Selbstverzicht

Von der körperlichen Sorge

  • Warum die Pflege des Körpers nicht des Teufels ist

  • Körper, Sport und Lebenskunst

  • Wellness? Wellness! Die Kunst der Berührung

  • Überströmende Fülle und der letzte Tropfen: Im Wasser leben

  • Schön sein, sich schmücken: Sinnlichkeit des Selbst

  • Ausarbeitung der Sinnlichkeit: Künste der fünf Sinne

  • Gerechtigkeit für Piriformis!

  • Boden gewinnen

  • Asketik des Atmens

  • Ethik der Ernährung, erneuerte Diätetik

  • Erfahrung des Fastens

  • Hausmedizin: Selbstvorsorge, Selbstmedikation

  • Lifestylepillen?

  • Die Bedeutung von Genom und Proteom für das Selbst

  • Sich genetisch selbst gestalten?

Von der seelischen Sorge

  • Mutmaßungen über die Gestalt der Seele

  • Gestaltung der Gefühle: Sind Gefühle erziehbar?

  • Gestaltung des Gesichts: Von der plastischen Kraft des Lebens

  • Gestaltung des Charakters: Welchen Sinn hat Tapferkeit?

  • Gibt es eine Kunst im Umgang mit Schmerz?

  • Singen lernen, Tanzen lernen

  • Das richtige Maß: Extreme meiden oder suchen?

  • Von der Bedeutung des Rausches für die Lebenskunst

  • Sucht und süchtig sein: Die ruinöse Lebensform

  • Vom Recht, mit sich allein zu sein. Einsamkeit als Lebenskunst

  • Kunst der Stille, Formen des Schweigens

  • Kunst des Lachens und des Lächelns

  • Kunst des Weinens und des Traurigseins

  • Kunst des Unglücklichseins: Sich befreunden mit der Melancholie

  • „Was mir gut tut“: Geschenke des Selbst für sich selbst

Von der geistigen Sorge

  • Denken und Existenz: Was Begriffe für den Lebensvollzug bedeuten

  • Fabricando fabricamur: Das Leben schreiben

  • Lesen als Lebenskunst

  • Dem Absurden begegnen. Von der Macht des Geistes

  • Kortex und Amygdala: Die Suche nach dem Sitz der Klugheit

  • Dummheit ist die List der Klugheit

  • Erfahrung und Besinnung, Ausarbeitung des Gespürs

  • Von der Herstellung des Gewissens

  • Kunst der Muße: Sich selbst keine Langeweile machen?

  • Urlaub, endlich!

  • Von der Kunst, heiter und gelassen zu leben

  • Vom Leben mit und ohne Illusionen. Resignation als Lebensform

  • Lebensmüdigkeit, Lebensüberdruss, Lebensekel

  • Sinn oder Sinnlosigkeit? Vom Sinn des Lebens

  • Glück ist erfülltes Leben

Vom Kindsein und vom Älterwerden. Über Anfang und Ende der Lebenskunst

  • Lernen von der Lebenskunst der Kinder

  • Heranwachsen: Von den Mühen der „Selbstfindung“ in der Moderne

  • Warum junge Menschen nach Traumwelten suchen

  • Schule der Lebenskunst

  • Horizonte malen, dem Leben Raum geben

  • Alte Meister? Vom Glück und Ärgernis des Älterwerdens

  • „Euthanasie“? Sterben und Tod als Teil der Lebenskunst

  • Über sich hinaus: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Der Autor

 

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Cover

 

 

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Rezensionen

 

"Ein wichtiges Buch in einer Zeit zunehmender Desorientierung und Entfremdung."

(Steffen Graefe, Deutschlandfunk)

 

"Viele Sätze sind Balsam für die gehetzte und geschundene moderne Seele."

(Rainer Karrais, www.amazon.de)

 

"Ein außerordentlich schön gestalteter Band."

(Annemarie Stoltenberg, Hamburger Abendblatt)

 

"Für Leser, die auf Überraschungen aus sind, kann quälend langatmig sein, was für andere den langen Atem, den fast schon meditativ-behutsamen Stil des Buches darstellt."

(Michael Schefzyk, Neue Zürcher Zeitung)

 

"Das Buch ist reich an Wissen und Originalität (...) Es verblüfft, wie viel Tiefe und Schönheit der Verfasser in den Dingen des Alltags entdeckt."

(Benedikt Scherer, Tages-Anzeiger, Zürich)

 

"Dieses Buch ersetzt ein Leben."

(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

"Wilhelm Schmid kommt das Verdienst zu, hierzulande die Lebenskunst nach ihrer langen Abwesenheit wieder in die philosophische Debatte eingeführt zu haben."

(Andreas Brenner, Frankfurter Rundschau)

 

"Dabei behandelt er neben der Sorge um die Seele auch die Sorge um den Körper und liefert damit eine Art erste philosophische Theorie der Wellness."

(Welt am Sonntag)

 

"Der reflektierte Lebenskünstler, wie ihn Schmids allerjüngstes Buch propagiert, ist jedenfalls kein frivoler Bruder Leichtfuß."

(Martin Bauer, Süddeutsche Zeitung)

 

"Köstlich narzisstisch ist diese Anleitung zum Glücklichsein aus sich selbst heraus."

(Amory Burchard, Der Tagesspiegel)

 

"Schmids neuestes Werk vermittelt eine Menge philosophische Überlegungen - und praktische Ratschläge - für einen weisen Umgang mit uns selbst."

(Susanne Mack im Bayerischen Rundfunk, Bayern 2)

 

"Wer sich der Mühe (wie der Freude!) des Fragens nach den Voraussetzungen gelingenden Lebens nicht entziehen möchte, findet mit diesem gedanklich und stilistisch herausragenden Band eine Fülle von Anregungen, die über die Dauer der Lektüre weit hinausreichen. Ein Glücksfall."

(Pro Zukunft, Salzburg)

 

"Man mag darüber spotten, wie akribisch Schmid diese Selbste bis ins Belanglose hinein beleuchtet - aber es sind dies die Themen, die die Leute umtreiben".

(Andreas Hacker, Südwest-Presse, Ulm)

 

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