Das Leben verstehen

Von den Erfahrungen eines philosophischen Seelsorgers

Suhrkamp Verlag, Berlin 2016

380 Seiten, gebunden, 22 Euro

ISBN 978-3-518-42569-5

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Kurzinformationen

 

Unsere Zeit bedarf einer Philosophie, die sich den kleinen und großen Lebensfragen stellt: Welche Bedeutung haben Berührungen, Gewohnheiten, Sehnsüchte, Schönes? Was ist Glück? Hat das eigene Leben, das Leben überhaupt einen Sinn? Welchem Zweck dient die Arbeit? Wie lässt sich Orientierung fürs Leben finden? Wie umgehen mit Ärger, Lebenskrisen, Enttäuschungen, Schmerzen, Krankheit und Tod? Ein Philosoph kann mit Instrumenten des Denkens Lebenssituationen analysieren und mögliche Antworten vorschlagen. Philosophie wird zur Lebenshilfe durch die immer neue Orientierung des Lebens mithilfe des Denkens.

Wilhelm Schmid konnte seine Ideen zur Neubegründung einer philosophischen Lebenskunst über zehn Jahre hinweg in einem Krankenhaus in der Nähe von Zürich erproben. Viele Themen der Lebenskunst hat er dort erarbeitet. Und er machte die Entdeckung, wie wichtig für Menschen die bloße Tatsache eines Gesprächs über all das ist, was sie bewegt und wofür kaum irgendwo sonst Zeit zur Verfügung steht. Der Philosoph ist ein Partner für das Lebensgespräch, ein säkularer Seelsorger. Bereits Sokrates bezeichnete seine Tätigkeit lange vor dem Christentum als Seelsorge, als Hilfestellung für andere Menschen zu ihrer Sorge für sich selbst.

 

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Inhalt

Vorwort

Was ist eigentlich Leben? Gespräche mit Patienten und Klienten

Überraschende Begegnungen bei der Visite

Bruch im Leben: Jede Krankheit kann eine Lebenskrise sein

Aber nicht jede Lebenskrise geht mit einer Krankheit einher

Wie umgehen mit sich selbst? Die Kunst des Neuanfangs

Was ist schön? Wieder anzufangen, das Leben zu genießen

Werde ich jemals glücklich sein? Was ist der Sinn?

Haben die Krise, die Krankheit, das Leben irgendwelchen Sinn?

Kann es eine Lebenskunst angesichts des Todes geben?

Leben auf zwei Planeten: Die Welten drinnen und draußen

Wie hängt das alles zusammen? Gespräche mit Ärzten und Mitarbeitenden

Transversale Arbeit: Quer durchs ganze Haus

In der Verwaltung: Das Haus von oben her betrachtet

Im Operationssaal, dem Atelier der Chirurgen

Ars Medici: Die Kunst des Arztes und seine Lebenskunst

Die Pflege als Kunst und Lebenskunst

Physiotherapie: Die wahre Bedeutung der Arbeit am Körper

Psychotherapie: Die Möglichkeiten der Kunst und des Ausdrucks

Psychiatrie: Aus welchem Stoff besteht die Seele des Menschen?

Theologie: Religiöse Seelsorge

Was macht ein Philosoph? Grundzüge einer weltlichen Seelsorge

Zur Geschichte der philosophischen Seelsorge

Das philosophische Gespräch: Rat oder Beratung?

Die Fragen der Philosophie: Was die Gespräche antreibt

Die Frage der Autonomie: Was bedeutet Selbstbestimmung?

Die Lebenshilfe der Philosophie: Worin besteht der Gewinn der Gespräche?

Meine eigene Frage nach dem Sinn: Wozu das alles?

Fundamentale Fragen: Was ist Krankheit?

Ein Ort für die Krankheit: Seit wann gibt es Krankenhäuser?

Integrative Idee: Arbeit an einer etwas anderen Art von Krankenhaus

Was ist Lebenskunst? Themen und Diskussionen

Lebenskunst und Kürze des Lebens, Heiterkeit und Zorn

Freiheit und Formgebung, Selbstbestimmung und Selbstbegrenzung

Von der Kunst des Berührens und Berührtwerdens

Schattenseiten des Lebens

Macht und Ohnmacht

Sinn und Sinnlosigkei

Lebenskunst im Umgang mit sich selbst und Anderen

Liebe und Lieblosigkeit

Andere Dimensionen der Liebe

Mensch sein, in Beziehung sein

Wie finden Theorie und Praxis zusammen? Werkstatt der Lebenskunst

Zum Umgang mit Gewohnheiten im Pflegeheim

Wie umgehen mit Überbelastung in der Arbeit

Was bleibt nach einem langen Arbeitsleben?

Die Rolle eines starken Teams bei der Betreuung von Krebskranken

Überlegungen mit Pflegenden zum Umgang mit Sterben und Tod

Die Deutung der Seele: Ein Gemeinschaftsprojekt

Haben Schmerzen einen Sinn?

Schlussbetrachtungen

Abschied nehmen

Was bleibt von der Arbeit im Krankenhaus?

Überlegungen zu einer veränderten Philosophie in einer anderen Moderne

 

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Cover

 

 

 

 

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Rezensionen

 

“Was Schmid als Autor interessant macht, ist die Dringlichkeit, mit der er auf den großen, unhintergehbaren Rahmenbedingungen der menschlichen Existenz beharrt.”

(Dirk Knipphals im Philosophie Magazin)

 

“Eigentlich täte solch ein Philosophischer Seelsorger jeder Klinik, jedem Altenheim, ja sogar jedem Unternehmen gut.”

(Irmtraud Gutschke im Neuen Deutschland)

 

“Philosophie kann den Menschen helfen, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen, das ist eine der Botschaften des Buchs.”

(Heinrich Lindenmayr in den Mittelschwäbischen Nachrichten)

 

“Das alles ist im angenehmen Plauderton geschrieben, niemand wird überfordert. Bei alledem darf man dem Philosophen Menschenfreundlichkeit bescheinigen.”

(Stephan Sahm in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

 

“Die Philosophie der Lebenskunst ist in ihrem Kern also gerade nicht individualistisch (wie ihr vorgeworfen wurde), sondern aufs Soziale hin ausgerichtet. Mit Ratgeber-Literatur hat das schon deshalb nichts zu tun, weil der Philosoph keinen Rat gibt. Er hilft, den Weg selbst zu entdecken”

(Berndt Herrmann in der Aichacher Zeitung)

 

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